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Deutschland hat ein demografisches Problem durch eine schrumpfende Bevölkerung. Über das Thema Rente wird zurzeit heftig diskutiert. Streitpunkt ist der Generationsvertrag - ein Umlageverfahren zur Finanzierung der gesetzlichen Rente - der 1957 unter Bundeskanzler Konrad Adenauer ins Leben gerufen wurde und trotz veränderter Rahmenbedingungen heute noch besteht. Der Generationsvertrag ist im Rentengesetz festgeschrieben, wurde aber nie von den Betroffenen unterschrieben und gilt daher mehr als moralische Verpflichtung. Die jüngere Generation finanziert durch ihre Beiträge in die deutsche Rentenversicherung die laufenden Leistungen an Rentner und Behinderte.
Durch den demografischen Wandel in Deutschland sinkt, bedingt durch Geburtenrückgang aber auch durch Arbeitslosigkeit, die Anzahl der Beitragszahler. Im Gegensatz dazu steigt auf Grund höherer Lebenserwartung die Zahl der Rentner.
Bei der jüngeren Generation macht sich Ungerechtigkeitsempfinden breit, denn sie zahlen gegenwärtig in die Rentenversicherung ein, doch was wird wenn sie später mal Rentner sind? Wie viele Beitragszahler gibt es dann und wie hoch wird der Rentenbeitrag sein, um ihre Rente zu finanzieren? Wie hoch wird die Rente dann noch sein und welche Versorgungslücke entsteht? Die persönliche Rentenlücke kann man sich mit einem Rentenrechner ausrechnen lassen. Hier gehts zu einem Rentenrechner zur Rentenlücke zur Berechnung der Versorgungslücke.
Die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters und die nachgelagerte Besteuerung sowie die Senkung des Rentenniveaus seit der letzten Reform stellt vor allem die ältere Generation vor Probleme. Zwar weisen die Politiker vehement darauf hin, dass Rentner, die über 45 Versicherungsjahre nachweisen können und deren Einkommen sich parallel zum Durchschnittseinkommen aller abhängig Beschäftigten entwickelt hat, 70 % des durchschnittlichen Nettoverdienstes als Rente erhalten. Kaum ein Rentner kann diese Kriterien jedoch mehr erfüllen, das heißt, die Rente wird für die meisten wesentlich geringer ausfallen. Es entsteht eine Rentenlücke im Vergleich zum zuletzt verdienten Gehalt. Zu begrüßen ist, dass ab 01.07.2009 für über 20.000 Rentner die Bezüge erhöht werden und zwar um 3,38 % im Osten und um 2,41 % im Westen und das trotz weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrise. Nach Aussage der gesetzlichen Rentenversicherung mache sich die gegenwärtige Krise noch nicht bemerkbar. Aber vielleicht ist die Rentenerhöhung auch ein Wahlgeschenk und was wird dann 2010 auf die Rentner zukommen?
Ungewissheit also auf beiden Seiten - junge und alte Generation. Eines schein jedoch sicher, ohne eine private Altersvorsorge wird man die Rentenlücke später nicht schließen können.Beispielsweise kann man die geförderten Riester Rente Produkte für die private Rentenvorsorge benutzen. Selbständige können besonders von der Rürup Basisrente profitieren, denn hier lohnen sich steuerliche Abschreibungen.
Debattiert wird über die Umstellung auf eine kapitalgedeckte gesetzliche Rentenversicherung.
Eine Umstellung wäre nur langfristig gesehen machbar und würde während dieser Zeit zu einer Doppelbelastung der jüngeren Generation führen. Diese müssten weiterhin, wenn auch allmählich sinkend, Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen um die aktuellen Rentenzahlungen zu gewährleisten und gleichzeitig privates Kapital bilden. Das Kapitaldeckungsverfahren ist zwar weitestgehend unabhängig vom demografischen Wandel, hat aber den Nachteil, dass die späteren Leistungen von der Entwicklung am Kapitalmarkt abhängig sind.
Die Einführung einer Grundrente wie beispielsweise in Dänemark und Schweden, die über indirekte Steuern, unter anderem über die Mehrwertsteuer, finanziert wird, ist sozial unverträglich. Die Arbeitgeber würden Lohnnebenkosten einsparen, durch die notwendige Erhöhung der Mehrwertsteuer, die ja unabhängig vom Einkommen ist, würden besonders Familien und Geringverdiener belastet.
Eine endgültige Lösung des Problems ist also nicht in Sicht, es wird weitere Rentenreformen geben, um den Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft Rechnung zu tragen.
Inzwischen weiß fast jeder Bundesbürger, dass die gesetzliche Rente nicht ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard im Alter fortführen zu können. Private Altersvorsorge ist demzufolge ein wichtiges Thema, das leider noch zu wenig Beachtung findet. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich und sind unter anderem in der Unentschlossenheit und der derzeitigen Lebenssituation des Einzelnen zu sehen.
Die Palette an Vorsorgeprodukten ist groß und die Entscheidung führt oftmals zu einer mentalen Überforderung. Risiko oder Sicherheit, steuerlicher Aspekt, Förderfähigkeit, Verfügbarkeit, Kündigungsfristen etc. führen zu einer Verkomplizierung der Entscheidung und zu einer Wettbewerbsverzerrung.
Andererseits weiß beispielshalber auch ein Sozialhilfeempfänger, dass er fürs Alter privat vorsorgen muss. Doch wovon? Die Sozialhilfe basiert auf einer bescheidenen Lebensführung und lässt für zukünftige Vorsorgemaßnahmen keinen finanziellen Spielraum.
Die gesetzliche Rente und die private Altersvorsorge, ein Thema, das Jung und Alt gleichermaßen betrifft und für weiteren Diskussionsstoff sorgen wird.
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